
Die Delegierten jubeln zum Kampagnenstart bei der Landesversammlung 2026 am 18. April 2026 in Münster. © ADFC NRW
ADFC NRW macht Radverkehrssicherheit zum Leitthema auf Landesversammlung
Münster, 18. April 2026
08/26
einfach. sicher. radfahren.
ADFC NRW macht Radverkehrssicherheit zum Leitthema auf Landesversammlung
Am 18. April 2026 kamen die Delegierten des Allgemeinen Deutschen Fahrradclub Nordrhein-Westfalens (ADFC NRW) im Stadthotel Münster zur diesjährigen Landesversammlung zusammen. Sie beschlossen einstimmig mit einem Leitantrag, das Thema Radverkehrssicherheit ins Zentrum der Verbandsarbeit für die kommenden Monate zu stellen. Die Landesversammlung war gleichzeitig Startschuss für die Kampagne „einfach. sicher. radfahren.“, mit welcher der Fahrradclub auf Probleme in der Radverkehrssicherheit aufmerksam machen und Maßnahmen für mehr Radverkehrssicherheit voranbringen möchte.
Im Rahmen der Kampagne stellt der ADFC NRW 10 Forderungen an Politik und Verwaltung für mehr Verkehrssicherheit. Zu den geforderten Maßnahmen gehören unter anderem die systematische Kontrolle von Überholabständen von Auto- gegenüber Radfahrenden, eine Fahrradstaffel in jeder Kreispolizeibehörde und Beratungsstellen für mehr Schulwegsicherheit. Die Kampagne und den zugehörigen Leitantrag hatte der Verband bereits vor Bekanntgabe der jüngsten Unfallzahlen (2025) vorbereitet. Angesichts des sprunghaften Anstiegs der Unfallopfer im Radverkehr um rund 33% im Vergleich zum Vorjahr sieht der ADFC NRW den fokussierten Einsatz für mehr Radverkehrssicherheit als notwendiger denn je an.
Susanne Niemann, Landesvorsitzende des ADFC NRW, ordnet ein: „Wir beobachten die Entwicklung der Unfallzahlen schon eine Weile mit Sorge. Der dramatische Anstieg der tödlich verunfallten Radfahrenden macht unseren Einsatz für Radverkehrssicherheit noch dringlicher und unterstreicht, wie wichtig zügiges Handeln ist. Entscheidungsträger:innen in Politik und Verwaltung müssen jetzt proaktiv Gegenmaßnahmen ergreifen und ein durchgängiges Radwegenetz vorantreiben. Übergangsweise helfen auch Sofortmaßnahmen wie zum Beispiel ein geschützter Radfahrstreifen oder Geschwindigkeitsreduzierungen. Denn wir wollen, dass Menschen in NRW eins können: einfach sicher Radfahren.“
Die Delegierten der Landesversammlung beschlossen den Leitantrag für das Schwerpunktthema Radverkehrssicherheit einstimmig. Als Repräsentant:innen ihrer jeweiligen Kreisverbände bestätigten die Delegierten damit, dass das Thema landesweit und auch in ihren jeweiligen Kreisverbänden vor Ort von großer Relevanz ist.
Neben der Kampagne und dem Leitantrag gab es ein weiteres Novum in Münster: Erstmals nahm der Junge ADFC NRW an der Landesversammlung teil. Die landesweite Jugendorganisation wurde erst wenige Wochen zuvor, am 28. Februar 2026, formell gegründet.
Dr. Anna Limbach, ebenfalls Landesvorsitzende des ADFC NRW, erläutert: „Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Kampagne wird das Thema Schulwegesicherheit sein. Dafür ist es super, dass wir den Jungen ADFC NRW jetzt an Bord haben. So können wir auch junge Perspektiven auf das Thema gut einbeziehen.“
Hinweis an Redaktionen:
Mehr Informationen zur Kampagne und zu den einzelnen Forderungen sind hier zu finden: https://nrw.adfc.de/einfach-sicher-radfahren
Landesversammlung ADFC NRW, 18. April 2026 in Münster




























Downloads
Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 240.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können.
Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen. Lesen Sie in unserem Grundsatzprogramm mehr über die Ziele und Forderungen des ADFC – und werden Sie Mitglied in der weltweit größten Zweiradgemeinschaft.
weiterlesenDas Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes. Mehr Informationen bekommen Sie hier.
weiterlesen



